Neuseeland '09 - Die große Reise...ans Ende der Welt



13.04.2009 Kugeln am Strand

Hotrod in Timaru Nach einem kurzen Frühstück und einer notwendigen Dusche verließen wir den hübschen Campingplatz. Wir fuhren die 1 entlang durch Ashburton nach Timuka und weiter nach Timaru und wie in jedem Urlaub testeten wir auch heute wieder ein "ausländisches" McDonalds-Restaurant und irgendwie schmeckte das Essen hier ein wenig anders. Während wir unser Menü auf einem Parkplatz am Caroline Bay verzehrten, eröffnete sich uns ein wenig das Wesen der Inselbewohner: so geht der Kiwi beispielsweise bei 15°C und kühlem Wind, aber Sonnenschein, unbekümmert in kurzen, luftigen Kleidchen, sowie kurzer Hose und T-Shirt am Strand entlang, oder direkt mit Badesachen eine Runde ins Meer. Auch verfügt er über einen erstaunlichen Autogeschmack: dröhnende Maschinen, grelle Farben, Chrom und breite Reifen drücken seine Lebenseinstellung aus. Und seltsame Nummernschilder: ERODIC.
Die Moeraki Boulders Nach kurzem Spaziergang über den Strand fuhren wir weiter gen Süden. Unser nächste Ziel waren die Moeraki Boulders. Beinahe wären wir jedoch vorbeigefahren, da die Beschilderung hier dann doch etwas verwirrte. An einem Sandstrand liegen viele große, runde Steinkugeln. Rund, angeplatzt oder kaputt. In den geplatzten Kugeln können wir kristallartige, braune Ablagerungen erkennen. Der Maori-Sage nach handelt es sich bei den Kugeln um die Transportkörbe des Kanus der Vorfahren, die hier an Land gingen. Die Kugeln haben laut Wissenschaft wahrscheinlich eine ähnliche Entstehungsgeschichte wie Perlen. Anstatt in einer Muschel entstanden die Kugeln aber in einer Lehmschicht. Auf dem Rückweg zum Camper konnten wir zwei Delfine dabei beobachten, wie sie auf den Wellen "surften". Es war spät geworden und so steuerten wir den nächsten Campingplatz bei Waikonaiti an.


14.04.2009 Southern Scenic Route

Die Purakaunui Falls Wir brachen zeitig auf, da wir die die Southern Scenic Route bereisen wollten, von Dunedin nach Invercargill. Die Straße schlängelte sich die ganze Zeit durch eine bergige Landschaft. An manchen Stellen fühlten wir uns wie in Schottland. Eigentlich wollten wir am Nugget Point mal schauen, ob wir Seehunde sehen, doch diese Schotterstraße durften wir mit dem Wohnmobil nicht befahren. Ärgerlich! Also machten wir kehrt, und fuhren weiter über kurvige Straßen zu den Purakaunui-Falls. Dort angekommen, fanden wir uns in einer anderen Welt wieder. Es war recht still, nur ab und zu wurde die Stille von Vogellauten durchbrochen, diese klangen sehr melodisch, klar und laut. Der Wald erschien uns wie ein richtiger Regenwald, feucht, kalt, dicht und dunkel. Wir fanden sogar Baumfarn, den schon die Dinosaurier kannten, und immer wieder hörten wir die seltsamen Laute der Vögel. Der Wasserfall ist wunderschön. Ein Bach stürzt über mehrere Stufen eine Felswand hinunter. Nach einiger Zeit verließen wir diesen wundersamen Ort, an dem die Zeit stehengeblieben scheint und fahren weiter gen Invercargill. Auf dem Florence Hill Lookout erwartete uns ein grandioser Blick über die Tautuku Bay. An einem weißen Sandstrand brechen sich die Wellen des blauen Pacific Ocean. Unser Weg führte uns weiter durch die kurvigen, bewaldeten Täler nach Fortrose. An einer kleinen Bucht hielten wir kurz an. Unweit dieser Bucht brechen sich die Wellen an Klippen. Mit diesem Rauschen im Hintergrund erlebten wir einen wundervollen Sonnenuntergang. Einen schönen Campingplatz fanden wir direkt vor den Toren Invercargills. Am nächsten Tag sollte uns unser Weg in den legendären Milford Sound führen.


15.04.2009 Milford Sound zum Ersten


16.04.2009 Milford Sound zum Zweiten

Kea am Homer-Tunnel Letzte Nacht schüttete es wie aus Eimern, aber das soll hier normal sein, wie auch die bemoosten Bäume im Wald zeigen. Heute fuhren wir noch einmal zum Milford Sound. Diesmal hielten wir jedoch da, wo es etwas zu schauen gab. Das erste Ziel waren somit die Mirror Lakes, kleine Seen in denen sich der Himmel und die umliegenden Berge spiegeln (wenn das Wasser ruhig ist). Weiter ging die Fahrt, auf der Flucht vor Touri-Bussen und nervenden Sandflies. Nach kurvigen Straßen genossen wir den Blick vom Kaka Creek Lookout in eine tiefe Schlucht. Nach noch mehr kurvigen Straßen und etlichen Höhenmeter erreichten wir wieder den Homer-Tunnel. Auf dem Parkplatz davor kochten wir ersteinmal. Nach unserer Mittagspause durchfuhren wir erneut die einspurige Tunnelkatastrophe. Hinter dem Tunnel saßen wieder die Keas, diesmal bedacht auf alles Futter, was sie kriegen konnten. Jeder stopft die Vögel trotz Verbot voll, um ein gutes Foto zu bekommen. Dadurch verlieren die Tiere allerdings ihren Spieltrieb, was schade ist. Unser nächstes Ziel war "The Chasm". Hier handelt es sich um einen Wasserfall, der den Felsuntergrund so bearbeitet hat, das Löcher und eine tiefe, enge Schlucht entstanden sind. Es ist wirklich sehr beeindruckend, wie die Wassermassen tosend in die Tiefe stürzen. Nach vielen Kilometern haben wir den Milford Sound erreicht. Wir spazieren durch ein kleines Wäldchen, genossen die Pflanzen- und Tierwelt. Langsam fing es wieder an zu regnen. Wir beschlossen die Rückfahrt anzutreten. Unterwegs erlebten wir mal wieder die Fahrkünste mancher Kiwis, langsam und unmöglich, oder halsbrecherisch und genau so unmöglich. Der Tag war sehr interessant, wir haben viel, viel gesehen und erlebt.


17.04.2009 Auf dem Weg zum Mount Cook


18.04.2009 Lake Tekapo und Maori-Gemälde

Blick auf den Mount Cook Nachdem wir Marian vom Spielplatz loseisen konnten, setzten wir unsere Fahrt Richtung Mt Cook fort. Über den türkis-blau, grünen Lake Pukaki warfen wir einen Blick auf den höchsten Berg Neuseelands und seine schneebedeckten Nachbarn. Durch die alpine Berglandschaft schlängte sich die Straße und führte uns zum nächsten See, dem Lake Tekapo. Auf einer kleinen Landzunge im See fanden wir die Church of the good sheperd. Rings um erscheint das Bergpanorama und auf dem See glitzerte die Sonnenstrahlen. Nach dem wir die Sonne genossen hatten, setzten wir unsere Fahrt fort über die 8 auf die 79. Die Fahrt führte über Ebenen, an Bergketten und riesigen Schafherden vorbei. Neben der Straße wachsen riesige Hecken aus Tannen meterhoch in den Himmel. Nach 17km auf der 79 bogen wir kurz ab Richtung Raincliff. Hier soll es Maori-Gemälde auf einer Felzwand geben. Der Ort liegt versteckt auf der linken Seite. Über ein paar Stufen gelangten wir an zwei Felsvorsprünge. In dem ersten Vorsprung sahen wir nichts. An dem zweiten konnten wir irgendetwas auf der Felswand erkennen, in blau und rot und schwarz. Das Herkommen hat sich trotzdem gelohnt, denn auf dem Weg sitzt ein hübscher Schmetterling und kleine Vögel hüpfen durch die Büsche, überall stehen Palmen und die Sonne scheint warm vom blauen Himmel. Nach dieser Pause ging es weiter nach Geraldine und von dort über die schnurgerade 72 weiter an Mesven vorbei bis nach Glentunnel. Auf dem dortigen Campingplatz entdeckten wir als letzten Höhepunkt des Tages eine Gottesanbeterin.


19.04.2009 Arthur's Pass und "Sternenhimmel" zum greifen nah


20.04.2009 Marathon

Blick auf die Pancake Rocks Nach einem kurzen Spaziergang durch Hokitika brachen wir auf, die Westcoast entlang. Unser Weg führte uns nach Greymouth, wo wir auch noch etwas durch das Towncenter bummelten und uns nochmals über das Thema Jade weiterbildeten. Als Mittagsessen gab dann was von "MäcGonse", wie unser Sohn immer zu McDonalds sagt. Wir hielten in der Nähe von Point Elisabeth, und hatten beim Essen einen tollen Blick über die Bucht. Danach fuhren wir weiter, immer an der Küste entlang, den Pancake Rocks entgegen. Es war sonnig und herrlich warm, T-Shirt-Wetter. Bei den Pancake Rocks angekommen, wanderten wir los über den Rundweg, der entlang exotischer Pflanzen und Palmen führt. Dann entdeckten wir die berühmten Felsen, die wirklich wie übereinander gestapelte Pfannekuchen aussehen. Jedoch vorher konnten wir beobachten, wie das Meer durch Felsentore in eine Art Kessel strömt und dort den Felsen immer weiter unterhöhlt. Das "Blowhole" konnten wir leider nicht richtig erleben, da keine Flut war und das Meer nicht reindrückte. Der Rundweg führte uns weiter an Gebilden vorbei, die wie Gesichter aussehen. Zum Schluss konnten wir noch auf eine wunderschöne Bucht schauen. Nach diesem Erlebnis führte uns unser Weg weiter an der Küste entlang, Richtung Westport. Wir machten halt an einer "Sealcolony" und entdeckten sogar ein paar Seehunde, die sich zwischen den Felsen tummelten. Süß anzuschauen. Auf dem Rückweg begegneten uns ein paar Wekas und auf dem Parkplatz dachte einer dieser seltsamen Laufvögel, er bekäme etwas zu essen. Nach dem Marian kurz am Strand gebuddelt hatte, führte uns unsere Fahrt kurz am Cape Foulwind vorbei Richtung Westport.
Seehund am Cape Foulwind Eigentlich wollten wir in Murchison nächtigen, aber wir beschlossen bis Richmond durchzufahren. Hierbei sei gesagt, dass dies keine einfache Sache war, da nachts viele LKWs unterwegs sind, die nur Fernlicht anhaben und rasen wie die Wilden. Außerdem führte die Straße wieder kurvig und auf und ab durch die Berge. Im Dunkeln, gegen 19:30Uhr und völlig entnervt erreichten wir Richmond, fanden den Campingplatz und beschlossen, zwei Nächte zu buchen, damit wir Morgen einen ruhigen Tag an der Tasman Bay verbringen können.


21.04.2009 Weite Sicht und weiter Strand

Landschaft bei Motueka Schon wieder Bilderbuchwetter! Nach einem gemütlichen Frühstück (wir hatten heute Zeit!) brachen wir auf zum Einkaufen in die Stadt. Danach ging es direkt los an Tasman Bay entlang. Neuseeländer lieben wohl kurvige Straße, denn nach dem wir durch diverse Weinanbaugebiete gefahren sind (haben Zitronen- und Orangenbäume gesehen), ging dir kurvige Fahrt den Berg hoch wieder los. Dabei suchen wir durch nur eine schöne Restarea mit tollem Blick. Diese fanden wir auch, mit Blick über die Bay. Dort oben spazierten wir noch einen Weg entlang, wo rechts und links daneben sehr tiefe Löcher in der Erde sein sollen, sahen wir aber nicht viel von. Dafür ist der Blick von der Plattform aus um so grandioser. Nach kurzem Staunen und Genießen fuhren, bzw. kurvten wir wieder nach unten, um einen schönen Strand zu suchen, um die Sonne noch etwas genießen zu können. Wir entdeckten die Rabbit Island, wo das Strandgebiet sogar abends dicht macht, und fanden einen kilometerlangen, herrlichen Sandstrand vor. Für jeden fand sich eine Beschäftigung. Marian buddelte und grub im Sand, wir ruhten uns auf den Treibgutbaumstämmen aus, oder suchten Muscheln. Die sind hier besonders schön und groß. Nach zweistündiger ausgiebiger Beschäftigung traten wir die Rückfahrt zum Campingplatz an. Morgen fahren wir nach Picton, um übermorgen mit der Interislander auf die Nordinsel überzusetzen.


22.04.2009 Picton


23.04.2009 Von Süd nach Nord

Die Fähre Interislander von Picton nach Wellington Heute wechselten wir via Schiff die Inseln, von der Südinsel auf die Nordinsel. Aber vorher mussten wir uns noch etwas die Zeit mit Stadtbummel vertreiben, da das Schiff erst am Nachmittag losfuhr. Picton hat eine wunderschöne Strandpromenade mit großen Palmen und herrlichen Blick auf den Sound, sowie einen schönen Spielplatz. Als das Schiff endlich da war, begann das gleiche wie bei unserer Islandreise: alle Autos mussten in Reihe warten, wurden dann verladen, und dann begann die Überfahrt. Beim Durchfahren des Sounds sahen wir sogar eine reativ große Delfinherde. Die Tiere sprangen sogar richtig aus dem Wasser. Ein toller Anblick! Die Überfahrt über die Cook Strait verlief recht ruhig, das Schiff schaukelte nur ein wenig. Doch auch dies war schon einigen Passagieren zu viel.
Nach DREI äußerst langweiligen Stunden kamen wir endlich in Wellington an: Kulturschock! Autobahn! So viele Leute auf einem Haufen! Wir beeilten uns, schnell etwas außerhalb zu kommen, fanden einen kleinen Campingplatz und freuten uns auf unsere letzten 8 Tage in Neuseeland.


24.04.2009 Im Schatten des Vulkans


25.04.2009 Der Duft nach faulen Eiern...

Huka Falls am Waikato River Zeitig brachen wir auf, um heute noch ein paar Schwefelquellen zu erleben. Wir mussten hierzu jedoch einmal um den Vulkan herumfahren. Auf der einen Seite war herrliches Wetter, aber hinter dem Vulkan stauten sich die Wolken und es nebelte und nieselte heftig. Wir fuhren über eine Straße, die durch eine Art Wüste führt, dann durch ein Lavafeld, wo die Straße eingearbeitet wurde. Durch die tiefhängenden Wolken wirkte die Szenerie unwirklich, fremd. Dann tauchte der Lake Taupo auf. Wir fuhren an seinem Ufer entlang bis zum gleichnamigen Ort. Dort besuchten wir die Huka Falls. Hierbei handelt es sich um einen Flusslauf, der Stromschnellen (der 100m breite Fluss Waikato quetscht sich hier durch einen nur 15m breiten Canyon) bildet und am Ende einen Wasserfall ergibt. Der Waikato River wird nachts an mehreren Stellen gestaut und führt dann nur ein Achtel der tagsüber fließenden Wassermenge. Tagsüber werden mit dem gestauten Wasser mehrere Wasserkraftwerke betrieben und so ein Großteil der Stromversorgung der Nordinsel gedeckt.
Dampfschwaden an den Craters of the moon Um den vielen Touristen zu entkommen, verließen wir den kristallklaren Lake Taupo und fuhren weiter zu den Craters of the moon. Hierbei handelt es sich um ein Thermalgebiet. Wir wandelten 45 Minuten durch dampfendes Gebiet, schauten hier und dort in einen kleinen oder großen Krater, sahen Farben, fühlten die Wärme, hörten das Blubbern der Schlammlöcher. In manchen Löcher wachsen Pflanzen. Irgendwie erwarteten wir den Minisaurier, der plötzlich zwischen den Pflanzen auftaucht. Nach diesem Erlebnis fuhren wir weiter gen Rotorua. Morgen wollen wir hier die restlichen, interessanten Thermalgebiete erkunden, und dann weiterfahren zu ein paar Höhlen mit Glühwürmchen.


26.04.2009 Viel Gestank und tolle Farben

Im Thermalgebiet Te Puia in Roturua Am heutigen Tage machte uns das Wetter nicht viel Spaß. Zum ersten Mal!!! Es nieselte, ganz fein, die Art Wasser von oben, die wirklich durch alles durch geht. Wir trotzten jedoch dem Wetter und machten uns auf, den ersten thermal Spot zu besuchen, und zwar Te Puia/Roturua. Zuerst wollten wir ins "Kiwi-House". Doch da waren zu viele Leute drin, also erkundeten wir erst den Park. Wir sahen viele Mudpools, lustig hüpfenden Schlamm, es stank überall. Der Geysir spukte immer fort, wie eine Fontäne, und überall sind Ablagerungen zu sehen. Das Wetter wurde immer übler, wir waren nun durchnass. Wir eilten nun durch den Park (der Eintritt war übrigens 40 Euro pro Person, Marian ausgenommen, da unter 5 Jahren) zum Kiwihaus, und zum ersten Mal in unserem Leben sahen wir einen Kiwi, live und in, naja, etwas abgedunkelter Farbe. Er war erstaunlich groß und stocherte mit seinem langen Schnabel in der Erde rum. Er kam ganz nah an der Scheibe entlang. Hurra, der erste Kiwi! Auf dem Rückweg zum Camper hörte der Regen etwas auf, und so konnten wir noch einmal den Blick über den grünen Dschungel genießen, wo überall kleine Dampfschwaden von den heißen Quellen aufstiegen. Irgendwie unwirklich!
Katja am Champagne Pool Unser Weg führte uns nun zu Wai-o-tapu Thermal Area. Die Wanderung durch den Park ist wirklich besonders, es gibt vieles zu bestaunen: Teufelsbadewannen, Teufels Farbtöpfe, Sintherterassen, einen Krater mit Vogelnestern, einen anderen Krater mit giftgrünem Wasser, hellgelbe Schwefelablagerungen, grüne Seen, ein Wasserloch mit dem Namen Austernschale. Das Schönste ist jedoch der Champagne-Pool, ein großes Wasserbecken mit orangefarbenen Ablagerungen und an den Rändern steigen Kohlendioxidblasen auf, der See "prickelt" also, daher auch sein Name. Bei der Wanderung trafen wir auf zwei Schweizer, diese waren schon seit 5 Wochen im Land und lieben das Reisen genau so wie wir.
Unsere Weiterfahrt führte uns an die Westküste, nach Otorahanga, welches wir spät am Abend erreichten.


27.04.2009 Und abschließend ein unheimlicher Gang

Da wir etwas kaputt vom gestrigen anstregenden Tag waren, entschieden wir uns heute für das "Light-Programm". Nach dem Vorräte Auffüllen am Morgen besuchten wir nachmittags das im Ort ansässige Kiwi-House. Wir sahen wieder zwei der lustigen Gesellen. Da die Tiere nachtaktiv sind, und in abgedunkelten Räumen zu sehen sind, dürfen keine Fotos gemacht werden. Das Wesen der Tiere könnte so auch nicht festgehalten werden. Im Park gibt es noch andere Tiere: Eulen, Enten, Greifvögel, Keas und anderes heimiges Federvieh. Im letzten Gehege wurden wir von einer kleinen Ente begrüßt. Sie saß auf dem Zaun und ließ sich sogar streicheln, als Gegenleistung knabberte sie an den Fingern und am Schmuck. Im Park ist sie übrigens als "Hello-Duck" bekannt. Super!
Bushwalk an den Waitomo-Caves Nach dem Vogelhaus Besuch fuhren wir Richtung Waitomo-Caves. Eigentlich wollten wir ja die Höhlen besuchen, aber mit Marian würde eine 2 Stunden Aktion niemals gut gehen. Ihm wäre furchtbar langweilig. Wir machten statt dessen den "Bush-Walk". Er ist sogar kostenlos. Wir wanderten durch dichten Dschungel, über schmale Pfade, die sich an den Fels schmiegten, über Holzbrücken, die über schwindelnde Höhen führten und krochen durch kleine Höhlen im Berg, wo der Weg langführte. Den Höhepunkt der Wanderung erlebten wir in einer Höhle, wo wir auf einer Aussichtsplattform standen (im Dunkeln) und einen Blick in eine Schlucht warfen, wo der Fluss sich rauschend seinen Weg sucht. Wir konnten das Wasser bloß erahnen. Schaurig unheimlich! Ein weiteres Highlight waren die Glowworms, die wir an der Höhlendecke entdeckten. Kleine blaue Lichter wie LEDs. Schön! Auf dem Weg zurück zum Camper querten wir den Bach über eine kleine Holzbrücke. Diese Wanderung hatte sich gelohnt.


28.04.2009 Coromandel Peninsula


29.04.2009 Erkundungstour durch Auckland

Schmetterlingshaus auf der Coromandel Peninsula Es regnete und windete gewaltig. Aus unserer heutigen Tour zur Cathedral Cove wurde leider nichts, denn Katja wollte nicht 90 Minuten durch Regen laufen, um am Ende feststellen zu müssen, dass sich das Nasswerden nicht gelohnt hat, da man wegen der Flut eh nichts sehen kann. Wir begaben uns nach dem Frühstück (und dem Möwenfüttern: Merke ---> Fütterst du eine, kommen 50!!!) also auf den Weg nach Auckland. Das Wetter war wirklich schlecht. Aber auf der anderen Seite der Berge schien die Sonne, jedoch der nächste Regen zog schon von Auckland her. Auf unserem Weg lag ein Schmetterlingshaus. Dort hielten wir kurz und bewunderten die schönen bunten Schmetterlinge und kleinen Vögelchen, die dort wohnen. Ein Schmetterling verfolgte uns regelrecht, ein anderer nahm auf Katjas Finger platz und in einem kleinen Teich entdeckten wir hunderte von Guppies, die neugierig an Finger stubsten, wenn man diese ins Wasser hielt. Unsere Weiterfahrt führte uns kurz vor Auckland auf einen kleinen gemütlichen Campingplatz. Wir überlegten nach dem Mittagessen, ob wir mal kurz gucken fahren, wo wir am letzten Tag den Camper abgeben müssen und da wir schon mal unterwegs waren, schauten wir auch gleich, wo der Flughafen ist. Und von dort aus hatten wir die Idee doch direkt mal nach Auckland hineinzufahren. Das war ein echtes Abenteuer, denn mit mit einem 8 Meter langen Wohnmobil im Berufsverkehr und bei (einsetzender) Dunkelheit durch Auckland zu fahren war doch etwas nervenzehrend. Wir entdeckten auf unserer Fahrt den Auckland Zoo und später den Skytower. Er blinkte und leuchtete und ist riesengroß. Wir schauten nur kurz, wo wir morgen evtl. parken könnten, und wuselten uns wieder aus Auckland heraus zu unserem Campingplatz. Und fast hat er nun gegonnen, unser letzter Tag in Neuseeland.


30.04.2009 Der letzte richtige Tag in Neuseeland


01.05.2009 Back to Germany

Unser Abreisetag brach früh an. Denn wir wollten den Camper so früh wie möglich abgeben um dem größten Gedränge aus dem Weg zu gehen. Also gaben wir mächtig Gas mit Frühstück, Duschen und sauber machen. Wir verabschiedeten uns von den zwei Australien-Deutschen, die wir am Vortag auf dem Campingplatz wieder angetroffen hatten, und verließen gegen 9:30Uhr den Campingplatz. Den Camper hatten wir auch schnell abgegeben, und ein Taxi brachte uns zum Flughafen. Dort flogen wir gegen 13:45Uhr los von Auckland nach Sydney. Vom Flugzeug aus konnten wir noch einen Blick auf den Ninety-Mile-Beach werfen. Der Flug dauerte drei Stunden. In Sydney mussten wir dann rennen, denn wir hatten nur 10 Minuten Zeit um den nächsten Flieger zu erreichen. Nun lagen acht Stunden Flug vor uns. Wir flogen über Australien, bewunderten die Landschaft, die in der Abendsonne unter uns dahin zog. Wir sahen Wüsten, Dünen, die rot leuchteten, Flussläufe und schließlich, bevor die Sonne ganz unterging, das Meer. Im Dunkeln landeten wir in Singapur. Wir sahen wieder die beleuchteten Schiffe auf dem Wasser. Wir mussten für eine Stunden das Flugzeug verlassen. Dann lagen nochmal 11,45 Stunden Flugzeit vor uns. Marian schlief viel, wir konnten höchsten eine Stunde Schlaf finden. Als wir dann im Morgengrauen endlich gegen 6:00Uhr in Frankfurt landeten, waren wir heilfroh, es endlich geschafft zu haben. Die Koffer waren auch angekommen, und wir verließen gegen 7:00Uhr in unserem Mietauto den Fraport über die Autobahn gen Heimerzheim.
Wie schnell doch drei Wochen vergehen. Zurückblickend können wir sagen, dass sich die Reise gewohnt hat. Wir haben ein schönes, interessantes Land erkundet, mit viel Fazetten. Wir haben viele nette Leute getroffen und der Kiwi an sich ist sehr kinderfreundlich. Auch war es eine tolle Erfahrung das Campen kennenzulernen. Diese Erfahrung wird uns wohl auf unserem zukünftigen Weg weiter begleiten. Danke Neuseeland für diese wunderbare Zeit, sie hat uns die Welt ein Stück weiter geöffnet.