Island '08 - "Og þar sem jökulinn ver við loft hætir landið að vera jarðneskt" (Halldór Laxness)

(Und dort, wo der Gletscher den Himmel berührt, ist das Land nicht mehr von dieser Welt)



19.07.2008 Swisttal - Hanstholm

Früh morgens begann unsere Fahrt nach Hanstholm. Nach anfänglich guter Fahrt, auf der wir gut vorankamen, kamen die ersten Staus. Diese sollten uns fast das rechtzeitige Ankommen auf der Fähre kosten. Doch trotz der ingesamt 150km Stillstand auf deutschen Autobahnen (vor allem durch den Urlaubsbeginn der nördlichen Bundesländer), kamen wir gerade noch rechtzeitig, denn kaum hatten wir unsere Kabine bezogen, da fuhr die Norröna auch schon aus dem Hafen von Hanstholm.


20.07.2008 Unser erster Tag auf See


21.07.2008 Endlich Land in Sicht

Am nächsten Morgen kamen endlich die Färöer-Inseln in Sicht. Wir waren froh, dass wir endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Nach kurzer Erkundung der näheren Umgebung von Torshavn fuhren wir zu unserer Unterkunft mitten in Torshavn. Nach der freundlichen und herzlichen Begrüßung durch unsere "Gastoma" Tove, entschlossen wir uns, einen ruhigen Tag zu verbringen und nach dem anstrengenden letzten Tag wieder zu Kräften zu kommen.


22.07.2008 Vágar


23.07.2008 Der Norden Streymoys und Abschied von den Färöer-Inseln

Die beiden Felsen Risin og kellingin (Riese und Trollweib) Nach einem gemütlichen Frühstück und nach dem wir unsere Sachen wieder im Viti verstaut hatten, verabschiedeten wie uns von unserer "Gastoma" Tove (gerne hätte sie Marian noch etwas da behalten) und fuhren in den Norden Streymoys. Dort kann man die beiden Felsen Risin og kellingin (Riese und Trollweib) sehen, die vor der Insel Eysturoy stehen. Die Sage erzählt, dass her ein Riese und sein Trollweib die Färöer-Inseln nach Island ziehen wollten, da sie nichts mehr zu Essen hatten. Aber bei ihren Mühen wurden sie von der Sonne überrascht und erstarrten zu Stein. Auf der Rückfahrt hielten wir kurz am höchsten Wasserfall der Färöer-Inseln, der Fossá. Der Wasserfall fällt in zwei Stufen insgesamt 140m in die Tiefe. Weiter ging unsere Fahrt über die Passstraße und die Hochebene Utmark zurück nach Torshavn. Leider konnten wir nicht viel sehen, da dichter Nebel die Sicht verhüllte. Dann begann das große Warten. Bei immer wieder einsetzendem Nieselregen unterbrachen wir das Warten nur durch einige kleine Spaziergänge am Hafen und ein paar Gespräche mit Gleichgesinnten. Als am Ende endlich die Norröna eintraf und wir die Kabine bezogen hatten, hieß es WARTEN, denn wegen der Aussicht auf besseres Wetter wartete der Kapitän noch eine Stunde mit der Abfahrt. Er sollte mit seiner Entscheidung auch recht behalten.


24.07.2008 Endlich Island


25.07.2008 Zwei Drittel Golden Circle


26.07.2008 Die Kräfte des Wassers

Am Skógafoss Entspannt begannen wir den heutigen Tag im hauseigenen Hotpot. So fuhren wir erst gegen Vormittag auf unsere nächste große Tour. Sie führte uns heute an die Südküste bis zur westlich von Vík gelegenen Brandungshöhle Halsanefs Hellir. Die wunderschöne Brandungshöhle wird umrahmt von sechseckigen Basaltsäulen die von der Brandung umspült werden. Außerdem kann man von hier die Felsnadeln Reynisdrangar (Skessudrangar, Landdrangar und Langhamrar) sehen. Der Sage nach handelt es sich hierbei um versteinerte Trolle, die von der Sonne überrascht wurden, als sie ein Schiff an Land ziehen wollten. Nach kurzer Zeit flüchteten wir vor dem nahenden Touristenbus in Richtung Kap Dýrholaey. Etwa 1km nach dem Abzweig zum Kap kommt man an skuril geformten Felsformationen vorbei (auf der linken Seite der Straße). Bei diesen Formationen handelt es sich um 3000 Jahre alte versteinerte Dünen. Wenig später teilt sich die Straße. Während die eine nun weiter zu den Vogelfelsen führt, steigt der andere Abzweig steil und holprig an und führt letztendlich zum 1927 gebauten Leuchtturm. Von hier hat man einen wunderschönen Blick auf den 120m hohen "Türlochfelsen", ein spektakuläres Felsentor. Die stürmischen Böen trieben uns allerdings wieder schnell hinunter und so ging unsere Reise weiter gen Westen zum Skógafoss. An diesem 60m hohen Wasserfall hielten wir uns lange Zeit auf, dies lag vor allem an unserem Sohn, der es genoss, dass er hier einen Stein nach dem anderen in den kleinen Fluss werfen konnte.
Nachdem wir unseren Sohn endlich von der Weiterfahrt überzeugen konnten, ging es weiter in Richtung Seljalandsfoss. Diesen ließen wir allerdings ersteinmal rechts liegen und fuhren ersteinmal in Richtung Þórsmörk. Entlang der ausgedehnten Flusslandschaft des Markarfljót auf der einen Seite und steiler Berghänge auf der anderen führte uns die Straße immer tiefer in das Tal hinein. Schon nach wenigen Kilometern bremste die erste Furt unsere bis dahin recht zügige Fahrt über die holprige Straße. Diese sowie die nächsten drei Furten auf unsere weiteren Fahrt Richtung Þórsmörk waren auf unserem Kartenmaterial nicht eingezeichnet und waren Folge des ausgiebigen Regens der letzten Tage. Bei diesen Flüssen handelte es sich um kleinere Gletscherflüsse, deren Tiefe sehr schlecht einzuschätzen war. So warteten wir bei den Furten auch jeweils auf andere Fahrzeuge, um die Tiefe abschätzen zu können. So konnten wir dann letzten Endes auch 3 der 4 Furten ohne größere Probleme meistern. Auch wenn die zweite Furt schon sehr Nahe an die Grenzen der Watttiefe unseres Vitaras kam. Vor der vierten Furt warteten wir lange auf ein weiteres Fahrzeug, war diese Furt doch unserer Ansicht nach die breiteste und strömungsstärkste. Zwar konnte uns ein isländischer Geländewagen vom Gegenteil überzeugen, doch trotzdem entschlossen wir uns nach einem kurzen Blick auf die Uhr zur Umkehr und so fuhren wir zurück bis zum Seljalandsfoss. Dort genossen wir das Gekreische der nasswerdenden Touristen und vor allem das Lachen unseres Sohnes, wenn die von ihm geworfenen Steine ins Wasser fielen und fuhren dann wieder zurück zu unserem Ferienhaus.


27.07.2008 Landmannalaugar


28.07.2008 Die Welt verändert sich... oder Reykjavík

Der Kerið An diesem Tag war Reykjavík unser Ziel und so machten wir uns nach einem gemütlichen Frühstück auf.
Unterwegs legten wir unseren ersten Zwischenstopp am Kerið ein. Dieser kleine, farbenprächtige Krater enthält einen See, an dem man den Stand des Grundwassers ablesen kann. Nachdem wir Hveragerði mit seinen zahlreichen Treibhäusern hinter uns gelassen hatten, führte uns die Ringstraße 1 über die Hellisheiði Richtung Reykjavík. Oben machten wir einen zweiten Zwischenstopp an einem kleine Thermalgebiet. Der eiskalte Wind und Nieselregen ließen uns nach einer kurzen Besichtigung schnell weiterfahren. Wir näherten uns der Hauptstadt Island und waren bald erschreckt darüber, in welchem Maße sich Reykjavík vergrößert hatte. überall schossen hässliche, eckige Hochhäuser in den Himmel. Nach einer längeren, erfolglosen Suche nach dem dem Schnellrestaurant mit dem großen "M", beschlossen wir direkt in die Innenstadt zu fahren. Wir fanden einen kostenlosen Parkplatz in der Nähe und suchten dann nach einem Restaurant, um etwas zu essen. In einem gemütlichen Szeneladen mit buntgemischtem Publikum genossen wir das leckere Essen bei einem selbstgemachten Eistee und frischgepresstem Orangensaft, und Marian erntete so manch ein Lächeln der zahlreichen Isländerinnen. Nach dem Essen begaben wir uns auf eine kleine Shoppingtour ohne jedoch DEN richtigen Wollpulli für Katja zu finden. Wenig später verließen wir das regnerische Reykjavík in Richtung Thingvellir. Wir beließen es allerdings dabei uns Thingvellir aus dem Auto aus anzuschauen, da das Wetter und der Schock der so schnell wachsendenden Hauptstadt uns etwas aufs Gemüt geschlagen waren. Außerdem schlief Marian mal wieder. So fuhren wir zügig weiter, um dann doch einen unfreiwilligen Stopp einzulegen. Ein Bus hatte beim Abbiegen eine Spalte neben der Straße übersehen und saß nun quer auf der Straße bis zum Unterboden fest. Nach kurzem Gespräch mit dem deutschen Reiseleiter (Hilfe war schon unterwegs) fuhren wir die Straße zurück und fuhren über eine andere Straße zurück zum Ferienhaus.


29.07.2008 Die Reykjanes-Halbinsel


30.07.2008 Haukadalur zum Zweiten

Der Kieselsinterbecken Blási Kurzfristig hatten wir uns an diesem Tag noch einmal entschlossen, Marian den Geysir Strokkur erneut zu zeigen. Bei knapp 30C und überfülltem Thermalgebiet beobachten wir zuerst einige Male den Ausbruchs des Strokkurs und den damit verbundenen begeisterten Gesichtsausdruck unseres Sohnes. Danach bestiegen wir die kleine Anhöhe, kletterten über einen Zaun und standen plötzlich vor einer kleinen, blubbernden, heißen Quelle. Nachdem wir genug von der Hitze von oben und von unten hatten, machten wir uns wieder auf den Weg zurück in Richtung Ferienhaus.
Dort angekommen, stellten wir fest, dass sich der Frontbügel (auch Brille genannt), durch die zahlreichen Bodenwellen losgrüttelt hatte und wir eine Mutter verloren hatten. Also fuhren wir in den nächsten Ort und wurden dort zu einer kleinen Werkstatt geschickt. Leider war diese geschlossen. Jedoch trafen wir, als wir gerade fahren wollten, auf einen netten Landwirt, der uns mit einer Mutter aus seinem Werkzeugkasten aushalf.
So stand unser Fahrt ins nächste Ferienhaus in den Westfjorden (Patreksfjörður) über die Kaldidalur-Piste nichts mehr im Weg.


31.07.2008 Die Fahrt nach Patreksfjörður


01.08.2008 Geburtstagfeier mit den Bewohnern der Steilküste Látrabjarg

Naturbild im Hochtemperaturgebiet Krysuvik-Seltun Heute war Katjas Geburtstag und ihr Wunsch war es, diesen mit den Papageitauchern an der Steilküste Látrabjarg zu verbringen. Also "hoppelten" wir los. Der Weg war gefühlte zwei Stunden lang, vorbei an traumhaften Sandstränden und hohen, hohen Klippen. Wir fuhren über einen Höhenpass und waren endlich am Ziel. Die kleinen, süßen Vögel saßen wieder an der Klippe. Tolpatschig, schlau, frech blickten sie drein und setzten sich in Position. Neugierig wurden die Besucher mit den Fotoapparaten betrachtet. Auch dann noch, wenn sie vor den Tieren praktisch auf dem Bauch lagen, um mit ihnen auf Augenhöhe zu kommen. Am Felsen war ein stetiges Kommen und Gehen bzw. Fliegen. Nach dem wir an den Klippen ein Stück hoch und runter gewandert waren, und unzählige Bilder gemacht hatten, fuhren wir wieder ein Stück zurück, um an den Rauðasandur zu kommen, einem roten Strand. Der Strand war wirklich wunderschön und groß und lang. Marian buddelte und schaufelte und siebte. Er wollte mit den Füßen ins Meer und wir sammelten noch Muscheln und genossen die Sonne. Dann machten wir uns auf den Rückweg, denn es war schon spät. Dieser Tag war wunderschön.


02.08.2008 Ein Ruhetag in Patreksfjörður


03.08.2008 Aufbruch in den Norden Islands

Erdrutsch am Vatnsdalsfjall Sehr früh brachen wir heute auf. Es galt heute die 600km von Patreksfjörður nach Húsavík zurückzulegen. Um schnell aus den Westfjorden herauszukommen, entschlossen wir uns über die Steinadalsheiði zu fahren. Die teils sehr steile und schmale Piste führte uns holprig aber zügig gen Osten. Auf der anderen Seite angekommen fuhren wir entlang der Küste nach Süden bis wir wieder auf die Ringstraße 1 trafen und nun ging es auf der asphaltierten Straße bis wir am Hügelfeld von Vatndalshólar eine kleine Pause einlegten. Die Hügel entstanden wahrscheinlich bei einem gewaltigen Erdrutsch am Vatndalsfjall vor einigen tausend Jahren. Kurze Zeit später ging es weiter. Vorbei an der wunderschönen, grünen Landschaft des isländischen Nordens fuhren wir weiter gen Osten. Nachdem wir zwischenzeitlich nicht mehr geglaubt hatten anzukommen, kam zumindest Akureyri in Sicht. Der größte Teil unserer heutigen Tagestour war geschafft. Wir fuhren noch ein Stück weiter auf der Ringstraße 1 bis wir auf die Straße 85 Richtung Húsavík abbogen. Vorbei an weiteren Bergen und an einem alten Lavafeld fuhren wir bis kurz vor Húsavik und bogen dort auf die Straße 87 Richtung Mývatn ab und waren nach 5 Minuten endlich an unserem Ferienhaus Stekkjarhvammur angekommen.


04.08.2008 Der Mývatn


05.08.2008 Akureyri, einsame Landschaften und eine Zwangspause

Der Viti mit Startschwierigkeiten im Nirgendwo Akureyri, wir kommen. Heute war Shoppen angesagt. Doch zuerst machten wir kurz Rast am Goðafoss, dem Götterwasserfall. Er führte deutlich mehr Wasser, als in den vergangenen Jahren, als wir dort gewesen sind. Ein Bus voller Touris bewegte uns jedoch bald zum Aufbruch.
Akureyri begrüßte seine Gäste mit strahlend blauem Himmel. In der Bucht vor der Stadt lag ein großes Passagierschiff vor Anker. Wir suchten uns einen Parkplatz und gingen los, in die Stadt, auf der Suche nach einem schönen, flauschig-warmen Wollpulli für Katja. Nach dem wir die Haupteinkaufstraße hoch und runter gelaufen waren und zahlreiche Läden durchstöbert hatten, und Katja schon fast die Hoffnung aufgegeben hatte, entdeckten wir den kleinen Laden "Fold-Anna" in der Hafnarstræti. Hier fand Katja ihren blau-grauen, handgefertigten, mollig-warmen Islandpulli. Zudem wurde Florian kurz für den Schwiegersohn gehalten.
Die nächste schöne Erfahrung machten wir dann im Bónus, als der Kassierer sehr erfreut darüber war, dass wir aus Deutschland kamen, und er sein Schuldeutsch (ein fast perfektes Deutsch) an uns ausprobieren konnte.
Auf dem Heimweg beschlossen wir noch zum Aldeyarfoss zu fahren. Die Straße war mal wieder holprig und wir beschlossen auf einer kleinen Anhöhe noch einmal anzuhalten, um etwas zu essen. Als wir weiterfahren wollten, gab der Viti keinen Mucks mehr von sich, außer einem leisen "Klack!". Nichts ging mehr. Nach einigem Warten und noch mehr erfolglosen Versuchen, den Wagen zu starten, lief Florian los um am letzten Bauernhof (ca. 5km) Hilfe zu holen. Unterwegs hielt er ein Auto an und der Fahrer und seine Tochter beschlossen direkt, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um uns zu helfen. Also hielt er ein weiteres Auto an. Doch auch die Starthilfe, die dieser Fahrer uns gab, schlug fehl. Also wurde per Handy (Empfang gab es dort wohl erst seit 2 Monaten) ein Mechaniker verständigt, der nach ca. einer halben Stunde eintraf. Dann passierte Folgendes: Mechaniker prüfte Batterie (alles OK), suchte den Anlasser ("Oh, you lost the starter!"), fand den Anlasser und bockte das Auto auf, kroch unter das Auto, klopfte gegen den Anlasser und beschloss, er sei defekt. Also ging es so weiter: Mechaniker und Florian versuchten den Wagen auf die Straße zu schieben (Auto zu schwer), Mechaniker fuhr zum nächsten Hof und holte eine Seil, Abschleppaktion begann, Motor sprang nicht an, also Fahrerwechsel (Mechaniker in den Viti/Florian in alten Toyota-Pickup) und siehe da, der Motor sprang an (Florian hatte vor lauter Aufregung die Kupplung getreten). Als Dank für die ganze Aktion wollte der nette Isländer nur einen festen Händedruck und gab uns den Rat, den Motor bloß nicht mehr auszumachen, bis wir am Ferienhaus angelangt wären. An dieser Stelle noch einmal VIELEN DANK und TAKK FYRIR an die Isländer, die uns in dieser Situation geholfen haben.


06.08.2008 Tosende Wasser und holprige Piste


07.08.2008 Höhenluft und heißes Wasser

Heute Morgen fuhren wir ersteinmal nach Húsavík einkaufen und Vorräte auffüllen. Dazu brauchte es letzten Endes zwei Supermärkte, denn im ersten war anscheinend eine Touristenhorde eingefallen.
Blick auf den Ludent Nachdem wir die Einkäufe in Ferienhaus gebracht hatten, fuhren wir weiter Richtung Mývatn. Unser Ziel hieß eigentlich Ludent, einem Explosionskrater. Doch verhinderte eine große (!) Pfütze oder ein kleiner Tümpel unsere Weiterfahrt. Also fuhren wir stattdessen zum Hverfjall. Nach einem mühsamen Aufstieg umrundeten wir den Krater und genossen die fabelhafte Aussicht in alle 4 Himmelsrichtungen. Von hier aus sahen wir auch den Ludent, der aus der Ferne genau so aussieht wie der Hverfjall. Während wir um den Explosionskrater stiefelten, der bei einer Gasexplosion entstanden ist, saß Marian in seiner Trage und sang ein Liedchen. Nach dem Abstieg aßen wir eine Kleinigkeit und fuhren dann weiter zur Erdspalte Grjótagjá. Hier gibt es einige kleine Höhlen, die mit warmem/heißem Wasser gefüllt sind. Dasselbe gilt für die Stóragjá, die nur einige 100m vom Ort Reykjahlið entfernt ist.

Die Grjótagjá Von hier ging unsere Fahrt weiter zur Krafla. Wir umrundeten den Víti und kamen auf so auch an einem kleinen Hochtemperaturgebiet vorbei, das mit vielen kleinen, blubbernden Schlammlöchern und vielen Schwefelablagerungen begeisterte. Auf dem Parkplatz angekommen, schien unser Auto bei eine österreichischen Reisegruppe das Interesse geweckt zu haben. Das lag zum einen an der Reserveradabdeckung, die den Svartifoss zeigt, und am deutschen Nummernschild. Wir beantworteten Fragen zum Thema, Anreise, Kosten, wo wir waren, wie lange wir noch bleiben und wie oft wir schon in Island gewesen seien. Zum Abschluss stand heute noch eine leckere Pizza auf dem Programm.


08.08.2008 Der Hufabdruck Sleipnirs

Lavaschlote am Mývatn Heute hieß unser Hauptziel Ásbyrgi. Auf dem Weg dorthin fuhren wir über die Halbinsel Tjörnes. Hier fanden eine kleine Schlucht mit Muschelfossilien direkt an der Küste. Wunderbar sind die einzelnen Ablagerungsschichten im Fels zu erkennen. Nach kurzem Aufenthalt ging unsere Fahrt weiter bis wir in der hufeisenförmigen Schlucht Ásbyrgi angekommen waren. In den isländischen Mythen heißt es, dass hier Oðins Pferd Sleipnir mit einem Huf den Boden berührt hat. Geologen gehen davon aus, dass die Schlucht wahrscheinlich bei einem gewaltigen Gletscherlauf des Vatnajökull entstanden ist. Vom Parkplatz wanderten wir bis zu den kleinen, glasklaren See. Sogar die neugierigen Enten waren noch da, jedoch der kleine Wasserfall nicht mehr. Marian war so begeistert davon, hier "Patsch" machen zu können, dass er gar nicht mehr wegwollte und nur bei dem Kompromiss aufhörte zu schreien, bei dem wir vereinbarten, dass er am Mývatn noch einmal "Patsch" machen dürfte.
Zurück fahren wir wieder am Dettifoss vorbei. Jedoch auf der anderen Seite der Schlucht (Straße 864). Hier kamen wir wesentlich schneller voran als über die F862. Die Landschaft änderte sich von kleinwüchsigen Büschen in Mondlandschaften, alte Lavafelder und karges Land mit alten Vulkanschloten. Zurück auf der Ringstraße 1 statteten wir der Hrossaborg einen Besuch ab. Es handelt sich hierbei um einen alten Vulkan, der an einer Seite eingestürzt ist. Hier trieben die Isländer früher ihre Pferde rein, damit sie über Nacht nicht weglaufen konnten und um sie vor Schneestürmen zu schützen. Deshalb auch der Name "Pferdeburg" oder "Rösserburg".
Am Mývatn lösten wir noch das Versprechen mit dem "Patsch machen" ein. Wir suchten eine Stelle mit wenig Mücken, denn heute flogen wieder ganze Wolken in der Nähe des Sees herum. Wir fanden eine ruhige Ecke am See mit glasklarem Wasser, wo wir das "Patschen" von jedem Stein hören konnten.


09.08.2008 Noch einmal zu den blubbernden Schlammlöchern


10.08.2008 Die letzte große isländische Etappe

Aussicht vom Ferienhaus Haaleiti Wir nahmen Abschied vom Norden Islands und fuhren zu unserem letzten Ferienhaus im Osten Islands. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Egilsstaðir, bei dem wir im Viator-Büro die letzte PIN für das Ferienhaus abklärten, fuhren wir weiter bis wir am Ferienhaus Háaleiti in der Nähe von Breiðdalsvík ankamen. Wir luden den Viti und fuhren kurz nach Breiðdalsvík und suchten dort nach einem kleinen Geschäft, um unseren Vorrat aufzufüllen (wir fanden auch einen, doch war dieser wirklich schlecht sortiert, so dass wir beschlossen am nächsten Tag nach Egilsstaðir einkaufen zu fahren).


11.08.2008 Egilsstaðir und zurück


12.08.2008 "Unser" Strand

Am Strand in den Ostfjorden Nach einem gemütlichen Start in den Tag fuhren wir heute erst nach Mittag los, um eine Möglichkeit zu finden, an der Marian wieder "Patsch" machen konnte. Nach ein bisschen Sucherei fanden wir letztenendes genau den Strand wieder, an dem wir 2004 spazierengegangen waren. Hier genoss Marian das "Patsch" machen, Katja genoss die Sonne und Florian staute mit den herumliegenden Steinen einen kleinen Bach. Wir verbrachten den Nachmittag an diesen malerischen Strand mit Blick auf Djúpivogur. Dann wollten wir aufbrechen, doch ließ uns der Viti zum zweiten Mal im Stich und kam wieder einmal nur ein "Klack, klack, klack" von sich. Zu unserem Glück standen wir diesmal direkt an der Ringstraße 1 und so entschlossen wir einfach die Motorhaube aufzumachen und auf Hilfe zu warten, und so hielt schon nach kurzer Zeit ein weißer Toyota-Geländewagen mit Mainzer-Kennzeichen. Nach kurzem Gespräch hatten auch diese den Anlasser in Verdacht und der Vitara wurde zum zweiten Mal angeschleppt. Hier auch nochmal ein DANKESCHöN nach Mainz. Wir fuhren nun zurück zum Ferienhaus. Dort beschlossen wir, dass wir am nächsten Morgen noch einmal den Wagen starten wollten, um zu schauen, ob er anspringt.


13.08.2008 Operation Vitara


14.08.2008 Abschied von Island


15.08.2008 und 16.08.2008 Die Rückfahrt auf See und Asphalt

Zum Glück war das Wetter wirklich wunderschön und wir genossen teils die Sonne auf dem Oberdeck. Das Meer war einfach wie geteert. Nach unsere Ankunft in Hanstholm hieß es jetzt nur noch kilometerkloppen, um möglichst schnell zu Hause anzukommen. Unterwegs bekamen wir dann auch noch etwas tolles geboten. Mehrere 100km lang genossen wir eine partielle Mondfinsternis. Dies war einfach ein wunderbarer Abschluss.